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Als 6jähriger trifft Samuel Hasselhorn keinen Ton, mehr als ein Brummen kommt auch nicht heraus, aber später schafft er es dann doch in den Kinderchor. Aus dem Brummer wird ein gestandener Bariton, der den Traum vieler Sänger lebt: Hasselhorn wird festes Ensemblemitglied an der Wiener Staatsoper. Bis 2020 ist er dort, dann geht er, denn die Dauerproben und das "Fressen" von Opernpartien nehmen ihm die Zeit für seine zweite große Liebe, den Liedgesang. Inzwischen macht der Bariton beides, wird als Wolfram in Wagners Tannhäuser genauso gefeiert wie mit einem Schubert-Lied.

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Über
Der Bariton Samuel Hasselhorn ist seit dem Gewinn des Königin-Elisabeth-Wettbewerbs 2018 ein regelmäßiger Gast an den bedeutendsten Opernhäusern der Welt: Berliner Staatsoper "Unter den Linden", Wiener Staatsoper, Opéra Bastille Paris, Deutsche Oper Berlin, Teatro alla Scala di Milano oder die Oper Frankfurt. Er arbeitet mit den wichtigsten Dirigenten unserer Zeit wie Daniel Barenboim, Christian Thielemann, Joana Mallwitz, Thomas Guggeis, Nathalie Stutzmann, Alain Altinoglu, Adam Fischer, Sebastian Weigle, Philippe Herreweghe und Ivor Bolton und singt Konzerte und Liederabende auf der ganzen Welt - u.a. in der Wigmore Hall London, Carnegie Hall New York, Schubertiade Schwarzenberg, Schubertíadá Vilabertran, Philharmonie Paris, Alte Oper Frankfurt, Suntory Hall Tokio, etc.
Mit Anfang 30 große Partien zu singen und zugleich den Liedgesang auf dieses Niveau gebracht zu haben, ist erschütternd.
Frankfurter Rundschau; Judith von Sternburg (24.4.2024)
VIDEOS
Mahler - Revelge
Poznan Philharmonic; Lukasz Borowicz
Schubert - Im Abendrot
Klavier: Ammiel Bushakevitz

Mit seiner kraftvoll-voluminösen, dunkel timbrierten, farbenreichen, technisch glänzend geführten Stimme findet er für jeden Ausdruck, ja jede Nuance den richtigen Ton.
Opernwelt; Uwe Schweikert (August 2024)
DISKOGRAPHie

Hoffnung
Schubert 200 vol. 3: Hoffnung
Das Jahr 1826 war geprägt von großen Träumen und Hoffnungen, die wiederum allesamt unerfüllt blieben. Schubert war ein Pionier der Frühromantik: Er gehörte zur ersten Generation freischaffender Künstler – vor ihm arbeiteten fast alle Komponisten für königliche Höfe oder für den Adel.
Abgesehen von seiner Tätigkeit als Lehrer an einer Wiener Vorstadtschule bekleidete Schubert zeitlebens kein offizielles Amt. Die Position eines Vizekapellmeisters an der kaiserlichen Hofkapelle, um die er sich 1826 bewarb, wurde ihm nicht zuerkannt.

Licht und Schatten
Schubert 200 Vol.2: Licht und Schatten
Da sein Ruf in Wien stetig wuchs (seine Konzerte mit dem Sänger Johann Michael Vogl waren berühmt, und 1825 verhandelte er mit vier Verlegern), befand sich Schubert nun auf dem Höhepunkt seines künstlerischen Schaffens. Doch 1824 war vielleicht das traurigste Jahr in Schuberts gesamtem Leben. Seine Freunde hatten Wien verlassen und er war deprimiert und spürte die Auswirkungen seiner körperlichen Krankheit: „Ich fühle mich wie der unglücklichste, elendste Mensch auf der Welt. Stellen Sie sich einen Menschen vor, dessen Gesundheitszustand sich nie verbessern wird und der aus Verzweiflung die Situation immer weiter verschlimmert statt bessert. Stellen Sie sich einen Mann vor, dessen größte Hoffnungen zunichte gemacht wurden, und fragen Sie sich, ob das nicht der elendeste Mann auf Erden ist?“
Das Jahr 1825 brachte jedoch Licht in Schuberts Leben. Im Sommer reiste er mit seinem Freund Vogl durch ganz Österreich und spürte, wie seine Kräfte und Hoffnungen zurückkehrten.

Urlicht
Lieder von Tod und Auferstehung
An der Wende zum 20. Jahrhundert erfährt das Kunstlied immer öfter eine sinfonische Veredelung, und die Grenze zur Oper ist kaum noch wahrnehmbar. Dies vermitteln Samuel Hasselhorn und Łukasz Borowicz mit einem großartigen Programm, in dem die Stimmung zwischen Heiterkeit und Ernüchterung schwankt und sich Orchesterlieder zu Opernarien gesellen, die alle für dieses deutsch-österreichische Fin de Siècle besonders charakteristisch sind.
Ein ganz besonderer Dank gilt der Funk Stiftung, die diese CD-Aufnahme ermöglicht hat!
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